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	<title>Bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz &#8211; MännerSache</title>
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	<title>Bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz &#8211; MännerSache</title>
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		<title>Dunkelfeldstudie &#8222;Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LESUBIA)&#8220;</title>
		<link>https://www.maennersache-ol.de/dunkelfeldstudie-lebenssituation-sicherheit-und-belastung-im-alltag-lesubia/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Malte]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 13:14:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Dunkelfeldstudie LeSuBiA zeigt: Partnerschaftsgewalt betrifft Frauen und Männer, bleibt aber meist unsichtbar. Hohe Gewaltbetroffenheit, geringe Anzeigequote, Hilfesystem reicht nicht aus.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Pressemitteilung zur Veröffentlichung der ersten Ergebnisse der Dunkelfeldstudie &#8222;Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LESUBIA)&#8220;</strong></p>



<p>Pressemitteilung <a href="https://www.maennergewaltschutz.de/neuigkeiten/pressemitteilung-zur-veroeffentlichung-der-ersten-ergebnisse-dunkelfeldstudie-lebenssituation-sicherheit-und-belastung-im-alltag-lesubia/">Bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz</a></p>



<p><strong>Dunkelfeldstudie LeSuBiA zeigt: Partnerschaftsgewalt betrifft Frauen und Männer, bleibt aber meist unsichtbar. Hohe Gewaltbetroffenheit, geringe Anzeigequote, Hilfesystem reicht nicht aus</strong></p>
<p>Die Ergebnisse der Dunkelfeldstudie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“ zeigen, dass in den letzten fünf Jahren Frauen und Männer sowohl von psychischer als auch von körperlicher Gewalt in (Ex-)Paarbeziehungen ähnlich häufig betroffen waren. Weibliche Betroffene weisen jedoch bei beiden Gewaltformen eine deutlich höhere Inzidenz und Schwere der Gewalt auf.</p>
<p>Enrico Damme, Geschäftsführender Fachreferent der Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz (BFKM): <em>„Wenn möglich, sollten alle Menschen, die erkennen, dass sie von häuslicher Gewalt betroffen sind, sich schnellstmöglich Hilfe holen, z.B. über ein Hilfetelefon gegen Gewalt an Frauen oder Männern oder direkt vor Ort bei einer Beratungsstelle. Sie sollten auch möglichst sofort beginnen, die Folgen der Gewalt schnell zu dokumentieren. Das kann ein Tagebuch sein, indem mensch die Ereignisse aufschreibt, oder indem mensch sich in einer Gewalthilfeambulanz meldet. Solche Dokumente helfen später bei Anzeigen gegen die Täter*innen, zu denen wir unbedingt ermutigen möchten.“</em></p>
<p>Die Studie macht zudem eine massive Diskrepanz zwischen Gewalterfahrung und Anzeigeverhalten deutlich: 19 von 20 Personen erstatten dabei keine Anzeige gegen die (Ex-)Partner*in. Die Anzeigequote bei körperlicher Gewalt liegt bei betroffenen Frauen bei 2,7 Prozent und bei betroffenen Männern bei 3,5 Prozent.</p>
<p>Clemens Göhler, Jurist und Referent für Grundsatzfragen bei der Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz betont: „<em>Die LeSuBiA-Ergebnisse unterstreichen klar die Verpflichtungen Deutschlands aus der EU-Gewaltschutzrichtlinie: Beratungsstellen und Schutzunterkünfte müssen bedarfsgerecht für alle Geschlechter ausgebaut werden. LeSuBiA zeigt einen erheblichen ungedeckten Bedarf auch bei männlichen Betroffenen. Das bestehende Hilfesystem reicht nicht aus – die Länder müssen jetzt gezielt Bedarfsanalysen vornehmen und Angebote auf Menschen aller Geschlechter erweitern, denn die Umsetzung der Richtlinie ist bis 2027 verbindlich.</em>“</p>
<p>Enrico Damme, Geschäftsführender Fachreferent der BFKM ergänzt: „<em>Die LeSuBiA-Studie bestätigt: Männer werden – insbesondere in Partnerschaften – erheblich von Gewalt betroffen. Sie brauchen niedrigschwellige Beratung und Schutz. Gleichzeitig zeigen die praxisnahen Zahlen der Nutzungsstatistik der Männerschutzeinrichtungen, dass das bestehende Gewalthilfesystem für Männer regional sehr ungleich verteilt ist und dass insgesamt viel zu wenige Plätze und Anlaufstellen bereitstehen. Diese für viele Männer frustrierende Situation darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass Frauen weiterhin überproportional schwer von häuslicher und partnerschaftlicher Gewalt betroffen sind. Auch sie brauchen dringend mehr Schutz und Unterstützung – für alle Betroffenen müssen die Hilfesysteme engmaschiger und bedarfsgerechter ausgebaut werden.</em>“</p>
<p>Fünf von zehn Frauen (48,7 %) und vier von zehn Männern (40,0 %) haben mindestens einmal in ihrem Leben psychische Gewalt in einer (Ex-)Partnerschaft erlebt. Körperliche Gewalt durch eine Partnerin oder einen Partner gaben insgesamt 16,1 % der Befragten an. Innerhalb der vergangenen fünf Jahre waren 5,7 % betroffen. Über die gesamte Lebensspanne hinweg berichten Frauen mit 18,0 % häufiger von solcher Gewalt als Männer mit 14,0 %. Betrachtet man nur die letzten fünf Jahre, liegt der Anteil bei Männern mit 6,1 % leicht über dem der Frauen (5,2 %).</p>
<p>Deutlich wird aber: Frauen erleben körperliche Gewalt nicht nur etwas häufiger, sondern berichten auch häufiger von weitreichenderen körperlichen Gewalterfahrungen, starker Angst in diesen Situationen und bewerten die Vorfälle als schwerwiegender.</p>
<p><a href="https://www.bka.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Kurzmeldungen/260210_LeSuBiA.html" target="_blank" rel="noopener">Link zum ersten Ergebnisband der Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Belastung im Alltag (LeSuBiA)“</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Männerschutzeinrichtungen in Deutschland Nutzungsstatistik 2024</title>
		<link>https://www.maennersache-ol.de/maennerschutzeinrichtungen-in-deutschland-nutzungsstatistik-2024/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Malte]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Jan 2026 18:01:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz (BFKM) erstellt jährlich eine Statistik zur Nutzung der Männerschutzeinrichtungen (MSE).]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Männerschutzeinrichtungen in Deutschland Nutzungsstatistik 2024</strong></p>
<p>Die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz (BFKM) erstellt jährlich eine Statistik zur Nutzung der Männerschutzeinrichtungen (MSE).</p>
<p>Sie enthält Daten zu den Anfragenden und Nutzern der MSE, aber auch zu den Arbeitsbedingungen in den Männerschutzeinrichtungen.</p>
<p>Hier finden Sie die Statistik:<br /><a href="https://www.maennergewaltschutz.de/neuigkeiten/nutzungsstatistik2024/">https://www.maennergewaltschutz.de/neuigkeiten/nutzungsstatistik2024/</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Kein Handlungsbedarf für gewaltbetroffene Jungen* und Männer*?</title>
		<link>https://www.maennersache-ol.de/kein-handlungsbedarf-fuer-gewaltbetroffene-jungen-und-maenner/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Malte]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2022 19:53:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Bundesregierung sollte deren Bedürfnisse bei der weiteren Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland besser berücksichtigen. Männer* erleben oft schwere Formen körperlicher Gewalt, vor allem im öffentlichen Raum durch jüngere Männer, und ebenso können sie von Gewalt im sozialen Nahraum betroffen sein.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><strong>Die Bundesregierung sollte deren Bedürfnisse bei der weiteren Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland besser berücksichtigen</strong></p>



<p>Pressemitteilung <a href="https://www.maennergewaltschutz.de/pressemitteilungen/pm-kein-handlungsbedarf-jungen-maenner/">Bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz</a></p>



<p>Am 07. Oktober 2022 veröffentlichte das Expertinnengremium GREVIO des Europarats seinen Bericht zur Umsetzung der Istanbul-Konvention (IK) in Deutschland. Das 2011 in Istanbul entstandene internationale Abkommen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ist seit 2018 in Deutschland rechtsverbindlich. Die unabhängige Expertinnenkommission GREVIO lobt im Bericht zahlreiche Maßnahmen (u.a. das Gewaltschutzgesetz, das nationale Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“, die Reform des Sexualstrafrechts, etc.), die zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt ergriffen werden.</p>



<p>Zugleich werden gravierende Mängel beim Schutz von Frauen* vor geschlechtsspezifischer Gewalt benannt. So fehlen u. a. weiterhin eine Koordinierungsstelle auf Ebene des Bundes und eine langfristige, bundesweite Strategie zur Umsetzung der IK. Mit dem weiteren Ausbau von Frauenhaus- und Beratungsplätzen müssen bisher akut unterversorgte Regionen gestärkt werden. Auch beim Schutz von besonders vulnerablen Gruppen (z. B. Frauen mit Behinderungen, geflüchtete Frauen*, queere Menschen) bescheinigt die Kommission Deutschland erhebliche Defizite in der Umsetzung.</p>



<p>Die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz (BFKM) begrüßt und unterstützt ausdrücklich die Bemühungen, Frauen* und Mädchen* vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen, v. a. ausgeübt durch Männer. Als geschlechtersensibles Gewaltschutzprojekt setzen wir uns jedoch ebenso dafür ein, dass Jungen und Männer* – genauso wie Frauen, Mädchen und queere Menschen – ein gewaltfreies Leben führen können.</p>



<p>In der IK wird ausdrücklich empfohlen, dass auch Jungen* und Männer* als Opfer häuslicher Gewalt mit beachtet werden. Männer* erleben oft schwere Formen körperlicher Gewalt, vor allem im öffentlichen Raum durch jüngere Männer, und ebenso können sie von Gewalt im sozialen Nahraum betroffen sein. Wir halten die gesellschaftliche Sichtbarkeit und die Anerkennung männlicher Verletzlichkeit und Gewaltbetroffenheit für wesentlich, damit sich tradierte Rollen- und Verhaltensmuster von Jungen* und Männern* ändern können. Die Aufarbeitung eigenen Gewalterlebens und das Anerkennen eigener Verletzlichkeit ist ein wichtiges Puzzleteil zur Verhinderung zukünftiger Gewalt. Deshalb muss es für die Bundesregierung auch Pflichtaufgabe sein, sich für die Prävention von häuslicher Gewalt und Gewalt im öffentlichen Raum gegen Männer* einzusetzen.</p>



<p>Unterstützungsangebote finden gewaltbetroffene Jungen* und Männer* deutschlandweit bisher zu selten. Unser Bericht „Männergewaltschutz und die Umsetzung der Istanbul-Konvention in Deutschland“, der einige Lücken im Männergewaltschutz offen legt, wurde von GREVIO nicht zur Verfassung des vorliegenden Evaluationsberichts hinzugezogen.</p>



<p>Die BFKM begrüßt, dass die Bundesregierung in ihrer Reaktion auf den Evaluationsbericht Unterstützungsangebote für männliche* Gewaltopfer als wesentlichen Teil einer bundesweiten Strategie zur Bekämpfung von geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt ansieht. Auch wir sehen die Notwendigkeit einer auf Bundesebene angesiedelten Koordinierungsstelle zur Erarbeitung einer nationalen Strategie zur Umsetzung der Istanbul-Konvention – es ist jedoch wichtig, dabei die Bedürfnisse gewaltbetroffener Jungen* und Männer* einfließen zu lassen.</p>



<p>Hierfür braucht es zudem eine bessere Datengrundlage. Daher unterstützt die BFKM die GREVIO-Forderung nach einer umfassenderen Erhebung und Analyse der Daten von Strafverfolgungsbehörden, Justizbehörden, Gesundheits- und Sozialdienste.</p>



<p>Wir plädieren – parallel zum Ausbau des Hilfesystems für gewaltbetroffene Mädchen* und Frauen* – ausdrücklich für den Auf- und Ausbau angemessener Angebote für gewaltbetroffene Jungen* und Männer, unter Berücksichtigung der geschlechtlichen Disparität bei Gewaltbetroffenheit. Dafür ist eine rechtlich bindende Grundlage zum Aufbau von Schutz- und Unterstützungsangeboten für gewaltbetroffene Jungen und Männer* erforderlich.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Männergewaltschutz auf dem Weg in die Mitte der Gesellschaft</title>
		<link>https://www.maennersache-ol.de/maennergewaltschutz-auf-dem-weg-in-die-mitte-der-gesellschaft/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Malte]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Sep 2022 18:51:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz]]></category>
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					<description><![CDATA[Seit 2019 kümmert sich eine bundesweit aktive Fachstelle darum, Einrichtungen zum Schutz von Männern vor häuslicher Gewalt aufzubauen. Bisher entstanden zwölf Männerschutzwohnungen – und weitere werden folgen. Im September wird auf einer Fachtagung in Hannover daran gearbeitet.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Pressemitteilung <a href="https://www.maennergewaltschutz.de" data-type="URL" data-id="https://www.maennergewaltschutz.de">Bundesweite Fach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz</a></p>



<p><strong>Seit 2019 kümmert sich eine bundesweit aktive Fachstelle darum, Einrichtungen zum Schutz von Männern vor häuslicher Gewalt aufzubauen. Bisher entstanden zwölf Männerschutzwohnungen – und weitere werden folgen. Im September wird auf einer Fachtagung in Hannover daran gearbeitet.</strong></p>



<p>„Wenn du jetzt gehst, siehst du die Kinder nie wieder.“ Dieser Spruch einer Frau, der in einer der Gewaltberatungsstellen für Männer wiedergegeben wurde, ist drastisch. Er ist einer von vielen, von denen die Mitarbeitenden der Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz (BFKM) in den letzten drei Jahren hören mussten, denn Übergriffigkeiten und Abwertung gehören in gewaltvollen Beziehungen zur Tagesordnung. Diese sogenannte psychische Gewalt sorgt für Spannungen und Frust, die sich später im Werfen von Gegenständen, in Schlägen und Tritten entladen, in körperlicher Gewalt also. Für davon betroffene Männer ist das bundesweite Hilfenetz jedoch löchrig – auch wenn sich gerade einiges tut.</p>



<p>Gewalt in Beziehungen trifft zwar überwiegend Frauen, aber eben nicht nur. Jeder fünfte Betroffene ist laut Polizeilicher Kriminalstatistik ein Mann – Tendenz steigend. Doch das tiefsitzende Tabu des unmöglichen Opferstatus` bedingt, dass es für die meisten Männer nicht selbstverständlich ist, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine hohe Dunkelziffer wird vermutet – also gewaltbetroffene Männer, die sich nicht zu einer Anzeige entscheiden können. Entsprechend amtlichen Auswertungen von 2020 erstatteten fast 29.000 Männer Anzeige gegen ihre Partner*innen. Das sind gut 7.000 mehr, als in einem durchschnittlich vollen Bundesliga-Fußballstadion Platz finden.</p>



<p>Um die Hilfelandschaft für Männer zu verbessern, fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit 2019 die Bundesfach- und Koordinierungsstelle Männergewaltschutz (BFKM). Sieben Mitarbeitende kümmern sich auf drei Ebenen um Hilfemöglichkeiten.</p>



<p>Eine davon ist die Ebene der Praktiker*innen. Potentielle Träger und Vereine für Gewaltberatungen werden gezielt angesprochen und vernetzt. Ziel ist, pro Bundesland bis zu fünf anonyme Schutzwohnungen zu schaffen. Davon ist die Hilfelandschaft derzeit noch weit entfernt: im Laufe der dreijährigen Förderperiode konnte die BFKM zwar mehr als 30 qualifizierte und willige Träger ausmachen. Auf Basis dieses Netzwerkes sind bundesweit immerhin zwölf Männerschutzwohnungen entstanden. Doch es fehlt das Geld, denn die Auslastung der 38 Plätze ist hoch und nach Corona-Wellen entstanden teilweise Wartelisten. Dazu kommt, dass die Beratungsstellen nur kleine Einzugsgebiete abdecken. Für entfernt wohnende Männer sind weite Wege zusätzliche Hemmschwellen.</p>



<p>Der Bedarf ist also da. Die zweite Arbeitsebene der BFKM ist deshalb die Lobbyarbeit in den zuständigen Länderministerien und Verwaltungen vor Ort. Denn die Arbeit der Männerschutzeinrichtungen soll nach qualifizierten sozialpädagogischen Standards erfolgen und das kostet Geld, das der Staat aufbringen muss. Es hat sich gezeigt, dass in manchen Bundesländern Männerschutzprojekte noch nicht gefördert werden. Dort setzt die BFKM aktuell an und versucht, in Gremien und Arbeitskreisen für Männergewaltschutz zu sensibilisieren und Mittel zu mobilisieren. Aktuell stehen mindestens fünf weitere Männerschutzwohnungen an der Schwelle zur Förderung und Inbetriebnahme im nächsten Jahr.</p>



<p>Die dritte Arbeitsebene der BFKM ist die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema. Hier sorgen die Verantwortlichen mit Fachbroschüren, mit Informationen per App und social media, sowie mit Postkarten bundesweit für eine bessere Wahrnehmung der Angebote der Männerschutzeinrichtungen. Neue Beratungsstellen werden mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit unterstützt.</p>



<p>Die BFKM veranstaltet am 8. und 9. September in Hannover ihre Jahresfachtagung „Jenseits der Gewalt – Erweiterte Möglichkeiten des Opferschutzes für Männer“, auf der resümiert und in Workshops weitergebildet wird. Die versammelte bundesweite Fachlandschaft tauscht sich aus und macht konkrete nächste Schritte transparent. Damit kann die Bundesfach- und Koordinierungsstelle weiter daran arbeiten, das grobmaschige Netz von Männerschutzeinrichtungen zu verdichten.</p>



<p>Unter <a href="http://www.maennergewaltschutz.de/hilfe" data-type="URL" data-id="www.maennergewaltschutz.de/hilfe">www.maennergewaltschutz.de/hilfe</a> finden Betroffene eine Kontaktlandkarte mit Beratungseinrichtungen bei häuslicher Gewalt gegen Männer.</p>
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